Ralf Schumacher macht in Wein

Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher

Premiere im Münchner Asia-Restaurant Mangostin: Ex-Autorennfahrer Ralf Schumacher stellte seinen ersten Wein vor – einen weißen aus Slowenien


Dass Promis sich ein Weingut kaufen oder sonstwie mit einem eigenen Wein auftauchen ist nicht neu. Die Bandbreite reicht von grandios (Francis Ford Coppola) bis grenzwertig (Günther Jauch bei Aldi). Ralf Schuhmachers erster Wein mit seinem Namen auf dem Etikett kommt aus Slowenien, genauer aus dem slowenischen Teil des Collio an der Grenze zum Friaul. Die hügelige Landschaft ist bekannt für Weißweine, eine wichtige Rebsorte ist die Rebula, in Italien Ribolla Gialla. Sie ist eine Sorte mit vielen Gesichtern; aus ihr werden sowohl schwer zugängliche Weine für eine lange Reife gekeltert (Josko Gravner u. a.), als auch süffige crowd-pleaser. Schumachers Wein gehört zweifellos zu den letzteren. Wobei man zugestehen muss, dass er auf kitschige Fruchtnoten verzichtet und sich nicht in den Vordergrund drängt.

Der Wein wurde von Schumacher, selbst Gastronom in Bergheim nahe seiner Heimatstadt Kerpen, und einem Önologen exklusiv aus der Produktion der Kellerei Brda ausgewählt. Diese ist mit 480 Winzerfamilien, die rund 1000 Hektar Weinberge bearbeiten, ein Big Player in der Region; respektable 300.000 Liter ließ Schumacher vom Jahrgang 2018 abfüllen. „Ich wollte einen Wein haben, der Mann wie Frau gefällt und gut zum Essen passt“, erklärt der 44-Jährige.

Ralf Schumacher und Joseph Peter im Mangostin-Garten Fotos: Kuffler

An dieser Stelle kommen das Mangostin und sein Chef Joseph Peter ins Spiel. Peter und Schumacher haben sich vor mittlerweile 18 Jahren bei einem Mangostin-Kochkurs kennengelernt und Peter hält große Stücke auf die Weinkenntnis von Ralf Schumacher, der in seiner Karriere viele Gelegenheiten hatte gute Sachen zu essen und zu trinken. Zum Beweis, dass sich die geschmeidige  Ribolla mit allerlei Speisen verträgt, auch mit asiatischer Küche, stellte Asia-Experte Peter bei der Premiere gleich eine Reihe neuer Sushi-Kreationen vor wie „Bollywood“ mit süßer Mango und „Svenska“ mit Graved Lachs und Dill-Dip.

Im Handel wird es den Schumi-Wein erst mal nicht geben, sondern nur in ausgewählter Gastronomie; im Mangostin steht er für 29 Euro auf der Karte. Die Ribolla ist erst der Anfang von Schumachers Wein-Aktivitäten. Zur Probe stellte er auch einen in der Flasche vergorenen Schaumwein vor, der mit Frische und Finesse punktet und größere Ambitionen erkennen lässt.

www.mangostin.de