Jossi Loibl

Aufgewachsen in einem Vorort von München war mir die Kulinarik nicht in die Wiege gelegt. Meine Familie war – vorsichtig ausgedrückt – in dieser Hinsicht ungebildet. Das Beste waren zweifellos die Kuchen sonntagnachmittags bei der Oma. Selbstständig aktiv wurde ich noch als Grundschüler mit einer Linzer Torte, die ich bis heute im Repertoire habe. Üppig gekocht wurde in den ersten WGs. Motto: viel und billig. Mit den Jahren schrunpfte die Gier, dafür wuchsen die Ambitionen. Statt Schweinebraten gab’s Lammschulter mit Caponata, Chianti ersetzte den spanischen Landwein aus dem 5-Liter-Ballon. Mitte der 1980er schlug ich den Weg in den Journalismus ein und schrieb erste Restaurantkritiken für die Münchner Stadtzeitung. Der Türöffner ins unendlich faszinierende Thema Weine waren die Südtiroler Wurzeln meiner lieben Frau. Ein sortenreiner Food-Journalist wurde ich vor zwei Jahrzehnten, als der neue Chefredakteur der Münchner Tageszeitung, für die ich bis dahin als Ressortleiter Lokales gearbeitet hatte, mich zum Gastro-Reporter machte. Ein Karriereknick, der sich als großer Segen erwies. Seit bald 14 Jahren bin ich nun als Food-Autor selbstständig, dem kulinarischen Genuss auf der Spur.

Aktuelle Aktivitäten (Auswahl):
Chefredakteur des Münchner Restaurantführers DelikatEssen
(Wein-)Autor für die Burda-Magazine
Meine Familie & ich und Lust auf Genuss
Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn
Dozent für die Weinschule einfach geniessen (München)
Mitglied im Verkosterteam des Gault&Millau Weinguides Deutschland
Moderator von Präsentationen und anderen kulinarischen Events.

Es war mir eine Ehre: Hugh Johnson präsentierte, von mir unterstützt und übersetzt, die 40. Ausgabe seines „Kleinen Johnson“ mit einem Tasting in München
Fotos: Petra Ender